Neuzugänge | August 2016

7. September 2016 5 comments

Nachdem ich vergangene Woche zwei neue Bücher kaufen wollte und dann aber mit sieben neuen Büchern nach Hause gekommen bin, war ich kurz (aber nur ganz kurz) am Zweifeln, ob das mit dem Lesen wirklich so ein gutes Hobby ist, wenn man jeden Monat einen ziemlich großen Teil seines Geldes für Bücher ausgibt. Spätestens als ich die Bücher dann aber ins Regal gestellt hatte, war dieser kleine Hauch eines Zweifels schon lange wieder verflogen. Meine Neuzugänge stelle ich euch heute vor.

Das erste Buch ist „Schnee auf dem Kilimandscharo Storys“ von Ernest Hemingway. Obwohl ich eigentlich „Der alte Mann und das Meer“ kaufen wollte, habe ich mich nach einigem Hin und Her für dieses Hardcover-Exemplar entschieden, weil es mir optisch viel besser gefallen hat. Das Buch enthält neben Schnee auf dem Kilimandscharo zehn weitere Kurzgeschichten. Einige Kurzgeschichten habe ich bereits gelesen und bin sehr begeistert. Die Rezension werdet ihr hier bald lesen können.

Ein alter Mann flüchtet vor der Nacht und der Einsamkeit in ein gut beleuchtetes, sauberes Café. In einem Kinderzimmer wartet ein kleiner Junge einen ganzen Tag lang auf den Tod. In einem Krankenhaus wird ein Radio zum Tor der Welt, und in der afrikanischen Steppe kämpft ein Mann gegen die Angst vor einem Löwen – und um seine Ehre.

„Fallensteller“ von Saša Stanišić ist das zweite Buch von links. Stanišić wurde in Bosnien-Herzegowina geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Mich hat, als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, besonders das Cover begeistert, aber auch der Inhalt sieht für mich sehr vielversprechend aus. Das Buch ist ebenfalls wie Schnee auf dem Kilimandscharo Storys kein Roman, sondern beinhaltet eine Reihe von Erzählungen.

Dies sind Geschichten über Menschen, die Fallen stellen, Menschen, die sich locken lassen, Menschen, die sich befreien – im Krieg und im Spiel, mit Trug und Tricks und Mut und Witz.

„The Girls“ erschien im Juni diesen Jahres und ist der Debütroman von der amerikanischen Autorin Emma Cline. Die Handlung dreht sich um ein 14-jähriges Mädchen, das sich von der Welt verlassen fühlt und Halt sucht, den sie schließlich in einer Hippiekommune findet. Das Buch habe ich bereits gelesen und sehr gemocht. Die Rezension dazu könnt ihr in der nächsten Woche auf dem Blog lesen.

Ein Roman wie ein dunkler Mahlstrom: die Geschichte einer jungen Frau, die bereit ist, bis zum Äußersten zu gehen, um endlich von der Welt wahrgenommen zu werden. Auf dem Höhepunkt der Hippiebewegung führen Einsamkeit und Verführung bis an den Rand eines mörderischen Kults.

Das vierte Buch ist die „Schachnovelle“ geschrieben von Stefan Zweig. Das Buch habe ich vor einigen Jahren in der Schule gelesen, hatte es bis heute aber nicht im Regal stehen. Ich habe mich für die Ausgabe des Diogenes Verlags entschieden, da ich deren schlichtes Design sehr liebe.

An Bord eines Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires gewinnt Dr. B. die Schachpartie gegen den amtierenden Weltmeister. Das Spiel jedoch lässt Erinnerungen an die Isolationshaft durch die Nationalsozialisten wach werden und gefährdet Dr. B.s Gesundheit.

Ebenfalls vom Diogenes Verlag stammt „Der Alchimist“ von Paulo Coelho. Nachdem ich Elf Minuten und Viktoria beschließt zu sterben bereits begeistert gelesen habe, ist es für mich an der Zeit für ein weiteres Buch dieses großartigen Autors.

Santiago, ein andalusischer Hirte, hat einen wiederkehrenden Traum: Am Fuß der Pyramide liege ein Schatz für ihn bereit. Soll er das Vertraute für möglichen Reichtum aufgeben? War er nicht zufrieden mit seiner Existenz? Santiago ist mutig genug, seinem Traum zu folgen. Er begibt sich auf eine Reise, die ihn nicht nur von den Souks in Tanger über Palmen-Oasen bis nach Ägypten führt, er findet in der Stille der Wüste auch zu sich selbst und erkennt, was das Leben für Schätze bereithält, die nicht mit Gold aufzuwiegen sind.

Die übrigen beiden Bücher sind Gedichtbände. Das dicke „grüne Buch“ ist eine Sammlung sämtlicher Gedichte Rainer Maria Rilkes. Das geblümte Buch ist „Wie herrlich leuchtet mir die Natur“, es beinhaltet neben einigen schönen Bildern Gedichte von Johann Wolfgang Goethe.

Habt ihr bereits eines dieser Bücher gelesen?

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5 comments

kerstinix 7. September 2016 at 10:43

Oh ich kenne tatsächlich noch keiner dieser Bücher außer "The Girls" und der Alchemist. Beide fand ich auch richtig richtig gut. Ich denke sie werden dir auch gefallen 🙂

Love, Kerstin
http://www.missgetaway.com/

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Cora 7. September 2016 at 11:16

Das denke ich auch 🙂

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Anja Wortlichter 7. September 2016 at 18:08

Ah, Wie toll ist denn dein Lesegeschmack 😀 Ich liebe diese Autoren auch alle.
Bis auf The Girls, habe ich vor alles zu lesen und freu mich schon auf deine Rezensionen.
Ich habe derzeit Hemingway "Haben oder Nicht Haben" auf meinem SuB und ein Gedichtband von Rilke. Den Alchimisten habe ich bereits gelesen, war sehr schön, aber ein bisschen zu einfach gestrickt 🙂 Da ich aber den Orient liebe, hat es mir trotzdem gefallen.
Auf deine Rezension zum Fallensteller bin ich gespannt, hört sich toll an. Ich liebe solche Erzählbände.

Liebe Grüße, Anja
http://www.wortlichter.com

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Anja Bauer 9. September 2016 at 07:01

Hallo Cora,
Zweifel, ja die kommen mir auch ab und zu, wenn ich neue Bücher kaufe. Aber nicht, weil ich viel Geld dafür ausgebe, sondern weil da mein SuB immer größer wird und ich Angst habe, nicht alle lesen zu können. Ich denke mal, es gibt so viele Hobbys, die viel Geld kosten, da ist doch das Lesen ein schönes davon, wo man auch gerne mal Geld ausgibt. Andere sind in Vereinen oder ähnliches, wo sie ein Haufen Mitgliedsbeitrag zahlen 🙂
Liebe Grüße
Anja vom kleinen Bücherzimmmer

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Cora 9. September 2016 at 07:08

Ja, auf jeden Fall! Ich werde auch immer weiter Bücher kaufen und mit Freude dafür Geld ausgeben. Als Student hat man aber leider nur ein begrenztes Budget dafür 😉

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