Neuzugänge | September 2016

28. September 2016 1 comment

Im September sind wieder einige Bücher in mein Bücherregal gezogen. Manche davon habt ihr bestimmt schon auf Instagram oder auch auf meinem Blog gesehen, aber ich möchte das Ende des Monats dennoch nutzen und euch alle meine Neuzugänge aus dem September vorstellen. Auch wenn ich eine unheimlich lange – um genau zu sein eine 543 Bücher lange – Leseliste habe, stöbere ich gern ohne genauen Plan in Buchladen und auf Verlagsseiten und kaufe dann ziemlich spontan neue Bücher ein. Nicht unbedingt gut für die Länge meiner Leseliste, aber sehr gut für mein Herz. Wenn ihr auf die Überschriften klickt, kommt ihr direkt auf die Verlagsseiten.

 

Das Leben ist gut – Alex Capus

Max ist seit fünfundzwanzig Jahren mit Tina verheiratet, sie ist die Liebe seines Lebens. Er betreibt eine kleine Bar, tagsüber bringt er das Altglas weg, repariert das Mobiliar – oder begibt sich auf die Suche nach einem ausgestopften Stierkopf, der unbedingt über dem Tresen hängen soll. Max liebt sein Leben, so wie es ist, seine Familie, seine Freunde. Das wird ihm einmal mehr bewusst, als Tina zum ersten Mal in ihrer gemeinsamen Ehe beruflich ohne ihn unterwegs ist.

 

Du sagst es – Connie Palmen

Sylvia Plath und Ted Hughes sind das berühmteste Liebespaar der modernen Literatur – und das tragischste: Denn nach Sylvias Suizid im Jahr 1963 galt sie als Märtyrerin, hingegen ihr Mann als Verräter – eine Schuldzuweisung, zu der er sich zeitlebens nie äußerte. In dieser fiktiven Autobiographie bricht er sein Schweigen. Palmen lässt ihn auf seine leidenschaftliche Ehe zurückblicken und eine Liebe neu beschreiben.

 

Der letzte Zeitungsleser – Michael Angele

Zugegeben, nicht jeder Zeitungsleser ist so fanatisch wie Thomas Bernhard: Als er dringend einen Artikel in der NZZ lesen wollte, diese aber im heimischen Ohlsdorf nicht zu haben war, machte er sich auf nach Salzburg; aber da gab es die Zeitung auch nicht. Also ging es nach Bad Reichenhall, dann nach Bad Hall, dann nach Steyr und am Ende waren 350 Kilometer zurückgelegt auf der Suche nach dem Suchtstoff. Manchen geht es nicht unähnlich, wenn keine Zeitung zur Hand ist. Doch egal wie stark die Sucht gar nicht so weniger auch sein mag – die Vielfalt der deutschsprachigen Zeitungslandschaft, ja die Tageszeitung an sich, wird wohl nicht zu retten sein. Da geht etwas verloren.

 

Seide – Alessandro Baricco

Im Herbst 1861 bricht der südfranzösische Seidenhändler Hervé Joncour auf zu einer beschwerlichen Reise nach Japan, um Seidenraupen zu kaufen. Die Begegnung mit einer rätselhaften Schönheit erlaubt nur heimliche Blicke und eine kurze Botschaft – doch das reicht, um Hervés Leidenschaft zu entfachen. Jahr für Jahr treibt es ihn fortan wieder nach Japan. Doch niemals wird er auch nur die Stimme dieses Mädchens hören. Erst viele Jahre später begreift er das Geschehen.

 

Léon und Louise – Alex Capus

Zwei junge Menschen verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise – die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg – bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen. Ein Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.

 

Der Horizont – Patrick Modiano

Im Paris der Sechzigerjahre treffen sich Margaret Le Coz und Jean Bosmans. Beide sind sie Verlorene in der großen Stadt. Margaret ist auf der Flucht vor einem Mann mit pockennarbiger Haut, Bosmans fühlt sich von seiner Mutter und deren Begleiter verfolgt. Die beiden werden ein Liebespaar. Doch dann verlässt Margaret Hals über Kopf die Stadt, um nach Berlin zu gehen. Bosmans hört nie wieder von ihr. Vierzig Jahre später spürt er in Paris seiner verlorenen Jugend nach. Ihm bleiben Erinnerungen und eine Spur von Margaret, die in eine Berliner Buchhandlung führt.

Habt ihr bereits eines der Bücher gelesen? Wie hat es euch gefallen? Meine Gedanken zu Bariccos Seide gibt es noch diese Woche auf dem Blog.

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1 comment

kirschkern.liest 28. September 2016 at 10:56

Hi, ich bin's wieder! 🙂
Ich habe von Patrick Modiano "Im Café der verlorenen Jugend gelesen", aber ich glaube, zu einem falschen Zeitpunkt. Denn ich konnte die Geschichte nicht richtig schätzen, und konnte so auch nicht nachvollziehen, warum er Gewinner des Literaturnobelpreises war. ABER ich werde dem Buch in den nächsten Monaten noch einmal eine Chance geben! 🙂

Ich hoffe, dass es dir mit "Der Horizont" besser geht! 🙂

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