Ein Monat in Büchern | August 2017

1. September 2017 0 comment

Der Monat August begann bei mir mit einer wahren Lese- und Lebensflaute. Ich habe Ende Juli „Blauschmuck“ von Katharina Winkler gelesen und danach nicht mehr gewusst wohin mit mir. Deswegen war es in den letzten Wochen auch so still. Ich habe unzählige Bücher angefangen und wieder abgebrochen – darunter „Madame Hemingway“ von Paula McLaine und „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll. Mich konnte kein Buch fesseln, so sehr saß mir „Blauschmuck“ noch im Nacken. Außerdem habe ich ein wenig mit meinem eigenen Leben gehadert – etwas, das vermutlich jede*r Student*in irgendwann tut. Ich habe daran gezweifelt, ob mich das, was ich tue, irgendwann einmal dahin bringt, wo ich sein möchte. Und ob das, was ich machen möchte, wirklich das ist, was ich machen möchte. Ihr kennt solche Zweifel bestimmt. Aus diesem Tief hat mich letztendlich doch wieder ein Buch gerettet. Gelesen habe ich im August zur Hälfte „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr, „Frühstück mit Elefanten“ von Gesa Neitzel und „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda.

 

Alles Licht, das wir nicht sehen – Anthony Doerr

„Alles Licht, das wir nicht sehen“ habe ich Anfang August begonnen und dann etwas mehr als bis zur Hälfte gelesen. Ich habe es bis jetzt nicht zu Ende gelesen und werde es vermutlich auch nicht tun. Aber ich wollte es trotzdem mit in den Monatsrückblick dazu nehmen. Die Geschichte um das blinde Mädchen Marie-Laure und den Waisenjungen Werner während des zweite Weltkrieges konnte mich irgendwie nicht packen. Ich habe sie als sehr langatmig empfunden und habe mich ständig gefragt, wohin das alles führen will. Ich habe über das Buch zuvor aber sehr viel Positives gehört. Meine eher schlechte Einschätzung sollte euch also nicht davon abhalten, dem Buch einen genaueren Blick zu widmen.

 

Frühstück mit Elefanten – Gesa Neitzel

Gesa Neitzel hat mich diesen Monat aus meinem Tief gerettet und voller Schwung nach oben katapultiert. Ich möchte noch nicht so viel verraten, weil nächste Woche die Rezension dazu online kommt. So viel kann ich aber sagen: Das Buch ist ein wahrer Beweis dafür, dass es sich lohnt, den eigenen Wünschen und dem Bauchgefühl zu folgen. Und genau danach habe ich die letzten Wochen gesucht und es in „Frühstück mit Elefanten“ letztendlich gefunden.

 

Zusammen ist man weniger allein – Anna Gavalda

Den Film „Zusammen ist man weniger allein“ habe ich vor zehn Jahren mit meiner Mutti im Kino geschaut. Damals – ich war zwölf oder dreizehn – habe ich den Film gar nicht so richtig verstanden, vergessen habe ich ihn bis heute aber auch nicht. Deshalb wollte ich schon seit einer ganzen Weile den Roman lesen. Ich hätte mir gar keinen besseren Zeitpunkt für das Buch aussuchen können. Die Protagonistin Camille und ihre liebenswert verschrobenen Freunde haben alle mit ihren persönlichen Problemen zu kämpfen. Mehr werdet ihr ebenfalls in einer Rezension von mir lesen können. Aber „Zusammen ist man weniger allein“ hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass man mit seinen Problemen nie allein ist.

Das könnte dir auch gefallen

Leave a Comment

*