Ein Monat in Büchern | November 2017

7. Dezember 2017 1 comment

Im November habe ich sehr viel gelesen, aber kaum etwas mit euch auf dem Blog oder auf Instagram geteilt. Das lag vor allem daran, dass ich mit Uni, Arbeiten, Weihnachtskonzerten und Proben ordentlich ausgelastet war und die wenige freie Zeit für mich und zum Lesen genutzt habe, zum anderen aber auch daran, dass ich mich hier ein wenig verrannt hatte und wieder auf meinen Weg zurückfinden musste.

Das erste Buch, das ich im November gelesen habe, war „Just Kids“ von Patti Smith. Patti Smith erzählt darin aus ihrem Leben und ihrer Zeit in New York, die sie gemeinsam mit Robert Mapplethorpe, einem aufstrebenden Künstler, verbringt. Ihr Leben und ihre Beschreibungen sind so fern, von dem, was ich kenne, und dennoch sind ihre Gedanken, ihre Sorgen und Wünsche den meinen ähnlich. Ich habe mich enorm in ihr wiedergefunden, habe mich von ihr motiviert und inspiriert gefühlt, meinen eigenen Weg zu gehen. Das Buch habe ich mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gelesen.
Danach las ich „Unsere Frau in Pjöngjang“, einen amüsanten und von Zeit zu Zeit skurril anmutenden Agentenroman des französischen Schriftstellers Jean Echenoz. Die attraktive und wenig intelligente Constance wird darin von einer Gruppe ungeschickter Männer entführt und schließlich vom französischen Geheimdienst nach Nordkorea geschickt, um das dortige politische System zu destabilisieren. Ein Roman, bei dessen Lektüre ich mich sehr amüsiert habe!
Währenddessen und danach las und hörte ich den dritten und vierten Teil von Harry Potter. Da ich meinem eigentlichen Plan ein wenig hinterherhänge – ich wollte alle sieben Teile vor Weihnachten lesen -, werde ich die nächsten Teile vermutlich vorwiegend hören.
Momentan lese ich „Who the fuck is Kafka“ von Lizzie Doron. Die Geschichte handelt von der schwierigen Freundschaft und den unzähligen Vorbehalten zwischen einer israelisch-jüdischen Schriftstellerin und einem palästinensisch-muslimischen Journalisten. Ich hoffe sehr, vor dem Hintergrund des theoretischen Wissens, das ich über den Nahostkonflikt habe, nun mehr über das individuelle Leben innerhalb des Konflikts zu erfahren und somit den gesamten Konflikt im Nahen Osten besser zu verstehen. Darüber werde ich, wenn ich das Buch beendet habe, mehr berichten.
Außerdem lese ich derzeit „Der lange Weg zur Freiheit“ von Nelson Mandela und „Keine Zukunft ohne Versöhnung“ von Desmond Tutu für ein Seminar über unteilbare Konflikte. Meine Unilektüre hält mich dieses Semester ordentlich auf Trab und ich bin jedes Mal froh, wenn ich ein paar Minuten finde, um das zu lesen, was ich möchte.

Nachdem ich am Wochenende durch den Schnee zur Arbeit gegangen bin und dort vier Stunden lang die Weihnachtslieder von Michael Bublé liefen, bin ich übrigens richtig in Weihnachtsstimmung. Habt ihr schon alle Weihnachtsgeschenke für eure Liebsten beisammen?

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1 comment

Leselaunen 8. Dezember 2017 at 22:04

Beeindruckend Bücher dabei. Danke, dass Du sie mit uns teilst!

Neri, Leselaunen

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