Ein Monat in Büchern | Januar 2019

von Cora
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Ohne große Vorhaben bin ich dieses Jahr in den Januar gestartet. Ich habe keine Vorsätze á la “100 Bücher lesen” oder “50 Kurzgeschichten schreiben”. Denn ich weiß, dass ich mich mit solchen Vorhaben nur unnötig unter Druck setzen würde: Erst nehmen sie mir die Freude, dann halte ich mich mit Absicht nicht mehr daran und am Ende habe ich dennoch ein schlechtes Gewissen, weil ich mich nicht mehr daran gehalten habe. Kein guter Plan. Deshalb dieses Jahr ganz ohne Plan. Wie der erste Monat in 2019 literarisch für mich war, erzähle ich euch hier:

“Der Horizont” von Patrick Modiano (2013)

Das neue Jahr habe ich mit einem älteren und bereits gelesenen Buch begonnen: “Der Horizont” von Patrick Modiano. Ich habe das Buch bereits 2016 gelesen und geliebt. Vierzig Jahre sind vergangen, als Jean Bosmans ausgerüstet mit einem Notizbuch und seinen Erinnerungen durch die Straßen von Paris zieht. Er sucht nach Margaret Le Coz, einer jungen Frau aus Deutschland, mit der er damals eine kurze Liebesbeziehung führte, bis sie plötzlich verschwand. Es war wieder einmal schön gemeinsam mit Patrick Modiano durch Paris zu streifen.

“Eine kurze Geschichte der Menschheit” von Yuval Noah Harari (2013)

Anschließend las ich “Eine kurze Geschichte der Menschheit” von Yuval Noah Harari. Der israelische Historiker erzählt in diesem populärwissenschaftlichen Buch die Geschichte des Homo Sapiens: Vom Beginn der Sesshaftigkeit über die Entwicklung der Weltreligion bis hin zur Entstehung von Krediten spannt er einen weiten Bogen. Ich habe das Buch mit viel Interesse gelesen. Dennoch hat es mich zum Ende hin immer weniger gepackt. Durch die letzten fünfzig Seiten habe ich mich fast ein bisschen quälen müssen.

“Die vielen Namen der Liebe” von Kim Thúy (2017)

“Die vielen Namen der Liebe” von Kim Thúy ist ein dünnes, aber intensives Buch über die Flucht- und Exilerfahrungen der jungen Vietnamesin Vi. Die Liebe, die im Vietnamesischen sechs Bedeutungen hat, ist eine feste Konstante, wenn sich Vi an ihre Großeltern, ihre Eltern und ihr eigenes Heranwachsen in der fremden kanadischen Gesellschaft erinnert. Die Rezension dazu gibt es am Wochenende!

“Swing Time” von Zadie Smith (2017)

“Swing Time” ist der erste Roman, den ich von der britischen Schriftstellerin Zadie Smith gelesen habe. Ich habe ihn am vergangenen Wochenende bereits rezensiert. In dem Buch geht es um Freundschaft, Emanzipation, Rassismus, Entwicklungshilfe, Bildung und Sexismus – genau aus diesem Grund hat mir das Buch gut gefallen, mich aber letztendlich nicht umgehauen. Denn bei der Fülle an Themen, die Zadie Smith mithilfe ihrer bis zuletzt namenlosen Erzählerin anspricht, bleibt sie mir dann doch zu sehr an der Oberfläche.

“The Future is Female” herausgegeben von Scarlett Curtis (2018)

Noch nicht ganz beendet, aber dennoch möchte ich es hier bereits erwähnen: “The Future is Female” ist ein Sammelband gefüllt mit Texten von vorwiegend Schauspielerinnen und Aktivistinnen, die sich mal lockerer, mal enger mit dem Feminismus beschäftigen. Ich finde es bisher abhängig von den einzelnen Texten ganz interessant, aber für mich bisher nicht weltbewegend. Sobald ich das Buch beendet habe, folgt eine ausführliche Rezension!

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